Aufstockung des Kontos des Rettungsdienstes.

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit beantragen wir die Aufstockung des Kontos des Rettungsdienstes.

    Die zusätzlichen finanziellen Mittel werden benötigt, um anstehende und notwendige Ausgaben ordnungsgemäß decken zu können. Dazu zählen insbesondere:

    • die Begleichung offener Sammlerrechnungen (SPS),
    • die Auszahlung von Vergütungen im Zusammenhang mit Blutspenden,
    • die Beschaffung sowie Erstattung von Ausrüstung für Übungs- und Einsatzmaßnahmen,
    • sowie die Durchführung von Sonderzahlungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Die genannten Ausgaben sind für die Aufrechterhaltung eines reibungslosen Betriebs, die Einsatzbereitschaft sowie die Motivation des Personals von großer Bedeutung. Eine Aufstockung des Kontos stellt sicher, dass alle Verpflichtungen fristgerecht erfüllt und zukünftige Maßnahmen zuverlässig umgesetzt werden können.

    Wir bitten daher um eine wohlwollende Prüfung unseres Antrags und bedanken uns im Voraus für Ihre Unterstützung.

    Mit Freundlichen Grüßen

    Dr. med. Mikael Brown
    Ärztlicher Direktor
    Leitung Rettungsdienst
    ________________________

    Helios Klinikum Hohenstein

    Medicusallee 66

    78294 Knuffingen
    Tel:160

  • Sehr geehrter Herr Dr. med. Brown,


    unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben zur beantragten Aufstockung des Kontos des Rettungsdienstes darf ich Ihnen zunächst mitteilen, dass dieses im Bürgermeisteramt ordnungsgemäß eingegangen ist, dort fristgerecht erfasst, archiviert, erneut hervorgeholt, intern kommentiert, zur Wiedervorlage markiert und schließlich einer umfassenden, wenn auch nicht immer geradlinigen Prüfung unterzogen wurde.


    Wie Ihnen bekannt sein dürfte, bewegen wir uns bei haushaltsrelevanten Entscheidungen stets im Spannungsfeld zwischen Verantwortung, Vorsicht, Weitsicht, fiskalischer Disziplin sowie der nicht zu unterschätzenden Pflicht, Entscheidungen nicht vorschnell, sondern mit der gebotenen kommunalen Gründlichkeit zu treffen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der aktuelle Kontostand des Rettungsdienstes zum Stand 21.01.2026, 13:00 Uhr, einen Betrag in Höhe von 3.165.210,00 € ausweist. Ein Betrag, der auf den ersten Blick durchaus geeignet erscheint, laufende Verpflichtungen zu bedienen, bei näherer Betrachtung jedoch – wie so oft im öffentlichen Finanzwesen – relativiert werden muss.


    Denn Erfahrungsgemäß zeigt sich, dass Zahlen auf dem Papier selten die operative Realität widerspiegeln. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den Rettungsdienst, sondern ebenso für andere sicherheitsrelevante Bereiche, wie etwa die Schutzpolizei Hohenstein, deren Haushaltsführung seit Jahren nach dem Prinzip erfolgt, dass vorhandene Mittel zwar existieren, jedoch gedanklich bereits mehrfach verplant sind, noch bevor sie tatsächlich ausgegeben wurden. Dieses Vorgehen hat sich insbesondere in Lagen bewährt, in denen unvorhergesehene Ereignisse, Sonderlagen oder schlicht menschliche Unwägbarkeiten eine Rolle spielen.


    Vor diesem Hintergrund schwankte die interne Bewertung Ihres Antrags zunächst zwischen einem vorsichtigen „grundsätzlich nachvollziehbar“ und einem ebenso berechtigten „möglicherweise zu diesem Zeitpunkt noch nicht zwingend erforderlich“. Es folgten Abwägungen, Gegenabwägungen, Rückfragen an die Haushaltsstelle, gedankliche Exkurse in frühere Fiskaljahre sowie der wiederholte Hinweis darauf, dass finanzielle Mittel zwar vorhanden sein müssen, deren Einsatz jedoch stets auch erklärbar bleiben sollte – zumindest theoretisch.


    Gleichzeitig ist unbestritten, dass die von Ihnen benannten Ausgabenposten – angefangen bei offenen Sammlerrechnungen (SPS), über Vergütungen im Zusammenhang mit Blutspenden, bis hin zur Beschaffung und Erstattung von Ausrüstung sowie Sonderzahlungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – nicht nur legitim, sondern in ihrer Gesamtheit auch geeignet sind, den Betrieb, die Einsatzfähigkeit und die Motivation des Personals nachhaltig zu beeinflussen. Und Motivation, so zeigen diverse kommunale Studien, lässt sich nur bedingt durch gute Worte, jedoch sehr zuverlässig durch funktionierende Strukturen und pünktliche Zahlungen fördern.


    Nach langem Hin und Her, mehreren gedanklichen Richtungswechseln, zwischenzeitlichen Erwägungen eines möglichen Aufschubs sowie der erneuten Rückbesinnung auf die grundsätzliche Verantwortung der Kommune gegenüber ihren Rettungskräften, kommt das Bürgermeisteramt letztlich zu dem Ergebnis, dass eine finanzielle Unterstützung nicht nur vertretbar, sondern auch zweckmäßig ist.


    Daher wird – trotz aller zuvor genannten Vorbehalte, Relativierungen und gedanklichen Schleifen – eine Einmalzahlung in Höhe von 5.000.000,00 € angeordnet. Diese Entscheidung ist als bewusste, wenn auch wohlüberlegte Maßnahme zu verstehen und keinesfalls als Automatismus für zukünftige Anträge.


    Zur weiteren Veranlassung der Auszahlung bitte ich Sie, sich mit diesem Schreiben an das Gewerbeamt zu wenden, welches mit der praktischen Umsetzung betraut ist und den Vorgang entsprechend begleiten wird.

    Für den Fall, dass künftig weitere Mittel benötigt werden sollten, erwarte ich eine nochmals detailliertere und noch konkretere Aufschlüsselung, idealerweise ergänzt um Zahlenwerke, Prognosen, Eventualbetrachtungen sowie eine klare Darstellung, weshalb alternative Lösungen nicht ausreichend oder nicht zumutbar gewesen wären.


    Abschließend sei – eher am Rande, jedoch nicht gänzlich unerwähnt – darauf hingewiesen, dass ein möglicher Mittelüberschuss zum Ende des Fiskaljahres grundsätzlich die Gelegenheit bieten könnte, über eine freiwillige Zuwendung an die gemeinnützige Organisation des Baumwipfelzünslers nachzudenken. Dies stellt weder eine Erwartung noch eine Verpflichtung dar, sondern vielmehr einen wohlmeinenden Gedanken im Sinne ökologischer Verantwortung und kommunaler Großzügigkeit.


    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Scott

    Bürgermeister

    Landkreis Hohenstein


  • Sehr geehrter Herr Michael Scott,


    ich danke für die schnelle Prüfung und Genehmigung des Antrages. In Zukunft reiche ich diesen beim Gewerbeamt ein.


    Ebenso werden wir für dieses Fiskaljahres eine Bilanzierung aufstellen um einen möglichen Überschuss zu errechnen und oder gegebenenfalls zu Spenden.

    Mit Freundlichen Grüßen

    Dr. med. Mikael Brown
    Ärztlicher Direktor
    Leitung Rettungsdienst
    ________________________

    Helios Klinikum Hohenstein

    Medicusallee 66

    78294 Knuffingen
    Tel:160

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